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Velodrom

 © Arne Mill
© Arne Mill

Berlin. Das Velodrom in Berlin zählt seit der Eröffnung aufgrund seiner spektakulärsten Architektur zu den schönsten Radrennbahnen auf der Welt. 2017 wurde die Piste an der Landsberger Allee komplett überholt und hält damit den neuesten Anforderungen Stand.

Geplant wurde das Velodrom von dem international bekannten französischen Architekten Dominique Perrault im Zuge der Olympiabewerbung Berlins für das Jahr 2000. Auf dem heutigen Gelände des Velodroms stand zuvor von 1950 bis 1992 die alt ehrwürdige Werner-Seelenbinder-Halle. Alleinstellungsmerkmal des Velodroms ist zweifelsohne ihr futuristisches Design und das freitragende, 13 Meter hohe Stahldach, das in der Form in Europa einzigartig ist. Nach vier Jahren Bauzeit und Kosten von 270 Millionen DM (heute 138 Millionen Euro) wurde das Velodrom im August 1997 eröffnet. Für die Radrennbahn zeichnete die weltweit renommierte Architekten-Familie Schürmann aus Münster verantwortlich. Mehr als 150 Bahnen weltweit wurden bisher in drei Generationen von Clemens, Herbert und Ralph Schürmann gebaut – das Berliner Velodrom war Radrennbahn Nummer 111.

Als internationales Mekka des Bahnradsports ist Berlin auch dank der Winterbahn ­ - dem heutigen Sechstagerennen - seit Jahrzehnten über die Ländergrenzen hinaus bekannt. Nach der Eröffnung des Velodroms im Jahr 1997 folgte eine ganze Serie von internationalen Bahnrad-Meisterschaften, beginnend mit den Europatitelkämpfen im gleichen Jahr, dem Bahnrad-Weltcup 1998 und der UCI-Bahn-Weltmeisterschaft 1999. Nicht zu vergessen ist das traditionsreiche Berliner Sechstagerennen, das seit 1997 sein neues zu Hause im Velodrom gefunden hat und jährlich ausgetragen wird. Im Januar 2019 folgt die 108. Ausgabe (24. bis 29. Januar).

Im Vorfeld der Bahn-Europameisterschaften 2017 erhielt das schnelle Oval einen neuen Fahrbelag aus sibirischer Fichte. Mehr als 55 Kilometer Holzlatten wurden in 200 Lattenringen mit etwa 220.000 Nägeln verlegt. Zusätzlich wurden vom Land Berlin als Eigentümer des Velodroms die Zeitmesstechnik und die innere und äußere Umwehrung durch den Einbau bruchsicherer Glaselemente erneuert und damit an die aktuellen Sicherheitsstandards des Weltverbandes UCI angepasst. Die Kosten beliefen sich auf rund zwei Millionen Euro.  Neben deutschen und unternationalen Meisterschaften sowie den Sixdays dienst das Velodrom dem Bahnradsport auch als Trainingsstätte für den Leistungssport im Nachwuchs- und Spitzenbereich.