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Anna Knauer bangt um Einsatz beim Weltcup in Berlin

Vize-Europameisterin Anna Knauer (l.) © UEC
Vize-Europameisterin Anna Knauer (l.) © UEC

Berlin. Anna Knauer, Zweite der Europameisterschaften 2018 im Ausscheidungsfahren, bangt derzeit um ihren Start beim Bahn-Weltcup in Berlin. Die 23-Jährige, die sich im August in Glasgow nur der vierfachen Olympiasiegerin Laura Kenny (vormals Trott) im Schlussspurt geschlagen geben musste, laboriert seit einigen Tagen an Atemwegsbeschwerden. „Ich konnte zuletzt im Trainingslager in Frankfurt (Oder) nicht so wie gewünscht meine Leistung abrufen“, sagte Knauer, die in Berlin für einen Einsatz im Vierer vorgesehen ist.

Eine ärztliche Untersuchung am Mittwoch brachte aber zumindest teilweise Entwarnung. „Es gibt zum Glück keinen Befund. Es ist scheinbar eine reine Verhärtung vom Oberkörper, die das Atmen so stark erschwert. Wir versuchen es jetzt durch Physiotherapie und Dehnungsübungen zu lösen“, sagte die Olympiateilnehmerin von 2016. Ob Anna Knauer allerdings wie geplant beim Heim-Weltcup in Berlin an den Start gehen kann, wird sich abschließend erst in den nächsten Tagen entscheiden.

Sollte Knauer ausfallen, vergrößern sich die Sorgen im Ausdauerbereich Frauen. Bereits im Vorfeld des Weltcups stand der Verzicht von Lisa Brennauer, Lisa Klein und Charlotte Becker fest, die zuletzt den deutschen Frauen-Vierer in Fahrt gebracht hatten. „Die Drei sind direkt nach der Straßen-WM Ende September in die Bahn-Saison eingestiegen und benötigen methodisch zur weiteren Leistungsentwicklung eine Pause“, sagte Sportdirektor Patrick Moster.  Mit Lea Lin Teutenberg gibt es aber auch einen Neuling im Frauen-Elitebereich. Die 19-Jährige ist die Tochter des mehrfachen deutschen Meisters Lars Teutenberg (48) und soll im wieder olympischen Madison an der Seite von Michaela Ebert (Plauen) eingesetzt werden.