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Ex-Weltrekordler Jens Voigt übernimmt Patronat für Weltrekord-Versuch von Michael Teuber

Jens Voigt © Arne Mill /Frontalvision.de
Jens Voigt © Arne Mill /Frontalvision.de

Berlin. Der ehemalige Stunden-Weltrekordler Jens Voigt hat kurzfristig das Patronat für den Stunden-Weltrekord-Versuch von Michael Teuber im Rahmen des Bahn-Weltcups im Berliner Velodrom übernommen. Der fünfmalige Paralympics-Sieger will am Freitag ab 14.33 Uhr seinen eigenen Weltrekord in der Wettkampfklasse C1 brechen. Teuber, bei dem nach einem Autounfall im Jahr 1987 eine inkomplette, aber irreversible Querschnittlähmung diagnostiziert wurde, hält seit 2005 die Bestmarke mit 39,326 Kilometern. „Ich finde es eine großartige Sache, dass Michael im Rahmen des Weltcups diesen Versuch unternehmen wird. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es eine sehr schwere und schmerzhafte Stunde für ihn werden wird“, sagte Voigt, der am Freitag den Versuch im Velodrom verfolgen wird.

Voigt hatte 2014 zum Abschluss seiner außergewöhnlichen Karriere nach der Reform der Regeln für den #UCIHourRecord in der Schweiz selber erfolgreich einen Stunden-Weltrekord aufgestellt. Der heute 47-Jährige, der als Ausreißerkönig der Tour de France bekannt wurde, fuhr im Velodrome Suisse in Grenchen 51,115 Kilometer. „Ich werde diesen Tag nie vergessen. Einerseits war ich unglaublich erleichtert, dass nach fast 20 Jahren als Profi meine Leidenszeit zu Ende war. Auf der anderen Seite war ich unheimlich traurig und stolz: traurig, zum letzten Mal auf der Bühne des Radsports gestanden zu haben, stolz, meine Karriere mit dieser Leistung zu beenden“, sagte Voigt am Donnerstag.

Heute ist der Berliner Voigt dem Radsport weiter eng verbunden: als Markenbotschafter für Trek, als Fernsehkommentator für den amerikanischen Sender NBC oder mit dem „jensiegranfrondo“, einem Jedermann-Rennen, dass „Jensie“ in Kalifornien erfolgreich etabliert hat. Die fünfte Auflage findet im nächsten Jahr am 28. September statt. Am Freitag ist der Sympathierträger aber in seiner Heimatstadt Berlin im Velodrom zu Gast und drückt Michael Teuber fest die Daumen – und hofft auf die Zuschauer. „Ich wünsche mir viel Unterstützung für Michael von den Rängen – dann wird die Stunde vielleicht nicht ganz so hart“, sagte Voigt.