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Interims-Bundestrainer Strunk: „Lassen uns in Berlin nicht abhängen“

Interims-Bundestrainer Horst Strunk © privat
Interims-Bundestrainer Horst Strunk © privat

Berlin. Der Bahn-Weltcup in Berlin wird für die deutsche Ausdauer-Frauen-Mannschaft eine Mammut-Aufgabe. Mit Lisa Brennauer, Lisa Klein und Charlotte Becker fehlen drei der besten deutschen Fahrerinnen, auf der anderen Seite sind Nationen wie Australien, Kanada, USA und Großbritannien in Bestbesetzung am Start. „Ich bin mir sicher, dass wir nicht abgehängt werden – und alle Fahrerinnen wollen die Chance nutzen, sich vor dem Heim-Publikum auf dieser Bühne zu präsentieren“, sagte Interims-Bundestrainer Horst Strunk, der fast mit einem Nachwuchs-Kader die Aufgabe angeht.

Strunk vertritt derzeit Bundestrainer André Korff, der einen leichten Herzinfarkt erlitten hat und derzeit eine ambulante Reha-Maßnahme durchläuft. Der 64-jährige Strunk, Diplomsportlehrer und Diplom-Trainer, arbeitet normalerweise im Landesverband Nordrhein-Westfalen im Bereich Rennsport Straße/Bahn. „Wir dürfen nach den zuletzt starken Leistungen nicht mit zu hohen Erwartungen in die Wettbewerbe gehen“, sagte Strunk am Montag.

Die Vorbereitung war zudem auch immer wieder gestört. Neben den bekannten Absagen musste kurzfristig Anna Knauer abreisen. Die EM-Zweite von Glasgow im Ausscheidungsfahren klagte über Atemwegsbeschwerden. Ebenfalls abgereist ist Michaela Ebert. „Franziska Brauße konnte sich krankheitsbedingt auch noch nicht voll belasten – bei ihr bin ich aber optimistisch“, erklärte Strunk.

Neben Brauße sollen im deutschen Frauen-Vierer Gudrun Stock, Laura Süßemilch und Tatjana Paller fahren. Diese Mannschaft gewann 2017 bei den U23-Meisterschaften in Portugal die Bronzemedaille. Als Ersatz steht Tanja Erath bereit. Im Madison gibt an der Seite von Brauße die 19-jährige Lea Lin Teutenberg ihr Weltcup-Debüt. Im Omnium kann der Bund Deutscher Radfahrer wohl auch eine Starterin stellen: Hier soll Tatjana Paller, U-23-Europameisterin 2017 im Punktefahren, Deutschland vertreten.