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Sprint-Turnier beim Weltcup in Berlin für Levy und Bötticher beendet

Maximilian Levy ©
Maximilian Levy ©

Berlin. Der Sprint-Wettbewerb beim Weltcup in Berlin war für Maximilian Levy und Stefan Bötticher früher als erhofft zu Ende: Levy knüpfte als Fünfter aber nahtlos an seine letzten Ergebnisse (WM 2018: 4., Weltcup Paris: 5.) an. Bötticher schied im 1/8-Finale gegen Olympiasieger Jason Kenny aus, war aber trotzdem nicht unzufrieden.

„Ein einstelliger Platz war hier das Ziel – das ist mir wieder gelungen“, zeigte sich Levy mit seinem Ergebnis zufrieden. Vor allem im Zeitfahren konnte er in 9,77 Sekunden erneut die Entwicklung der vergangenen Monate bestätigen. „Ich habe mich in diesem Jahr trainingsmethodisch nochmals entwickeln können. Der ursprünglich als Spaß gedachte Ausflug in den Ausdauerbereich hat mich weitergebracht“, sagte der 31-Jährige.

Auf die WM 2019 verzichtet der Cottbuser, ob er 2020 zur Heim-WM zurückkehren wird, ließ er erneut offen. „Es klingt nah dran, ist aber noch ein weiter Weg. Ich mache meine Entscheidung sicher auch von der Entwicklung in der Mannschaft abhängig“, betonte der viermalige Weltmeister. In Berlin belegten die deutschen Teamsprinter den dritten Platz, hatten zuletzt aber Probleme. Über den Teamsprint läuft aber die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020.

Nach Platz drei im Teamsprint und Platz sieben im Keirin schied Bötticher im Achtelfinale aus. Immerhin: Gesundheitlich kehrt der amtierende Keirin-Europameister gesund nach Chemnitz zurück. Und das war durchaus nicht selbstverständlich. Im 1/16-Finale schrammte Bötticher haarscharf an einem bösen Sturz vorbei, nachdem er eingangs der Zielgeraden mit seinem Vorderrad das Hinterrad von Olympiasieger Jason Kenny aus Großbritannien touchiert hatte.

„Ich bin echt froh, dass ich den Weltcup auf dem Fahrrad beendet habe“, sagt Bötticher später. „Wir sind sehr körperbetont gefahren. Jason hat eingangs der Zielgeraden noch einen Schlenker gemacht. Ich hatte keine Chance mehr auszuweichen, konnte trotz der Fliehkräfte einen Sturz vermeiden“, sagte der 26-Jährige sichtlich erleichtert. Das 5-Spoke-Carbon-Vorderrad erwischte es schlimmer: „Das kann in den Müll“, sagte Mechaniker Marc Altmann.

Sportlich fiel die Bilanz des Ex-Weltmeisters verhalten aus. „Ich hatte mir schon etwas mehr vorgenommen. Es geht Step by Step weiter, aber die Form reicht noch nicht, um drei Tage auf Top-Niveau zu fahren“, sagte Bötticher, der beim nächsten Weltcup Mitte Dezember in London den nächsten Schritt zurück in die Weltspitze machen will. „Letztlich gehen die Ergebnisse in Ordnung“, bilanzierte der Chemnitzer, der aber beruhigt in Richtung WM schauen kann. Als Europameister im Sprint ist er automatisch qualifiziert, im Sprint gilt ein Start ebenfalls als sicher – weil Maximilian Levy aus dem Team Erdgas.2012 verzichtet.