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Hinze und Levy fahren beim Weltcup in Glasgow zur Silbermedaille

Emma Hinze © Arne Mill / Frontalvision.de
Emma Hinze © Arne Mill / Frontalvision.de

Glasgow. Emma Hinze aus Cottbus hat beim Bahnradsport-Weltcup in Glasgow am Sonntag erneut eine Silbermedaille gewonnen. Nach Platz zwei im Keirin belegte die 22-Jährige auch im Sprint-Turnier den zweiten Rang und bestätigte ihre gute Form. Im Finale musste sich Hinze der amtierenden Weltmeisterin Wai-Sze Lee aus Hongkong mit 0:2 Läufen geschlagen geben. Den vierten Platz belegte Lea Sophie Friedrich aus Dassow. „Das ist ein herausragendes Ergebnis. Beide fahren sehr aktiv, sind immer noch am lernen“, sagte Bundestrainer Detlef Uibel. Pauline Grabosch aus Erfurt belegte Platz zehn.

Nach einem schwachen Auftritt rehabilitierten sich die deutschen Sprinter im Keirin-Wettbewerb. „Altmeister“ Maximilian Levy belegte 14 Jahre nach seinem ersten Weltcup-Sieg im Keirin den zweiten Platz hinter dem Franzosen Sebastien Vigier, den er erst auf den allerletzten Metern passieren lassen musste. Stefan Bötticher aus Cottbus fuhr ein Jahr nach seinem EM-Sieg an gleicher Stelle auf den sechsten Platz. „Ich bin nach dem Sprint-Turnier echt happy, habe einen Hammerlauf erwischt. Leider musste ich früh auf die Außenbahn, der halbe Meter hat am Ende gefehlt“, sagte der 32-Jährige.

Maximilian Beyer holte die Bronzemedaille im Scratch-Rennen. Gold und Silber ging mit Rundenvorsprung an Felix English aus Irland und Sebastian Mora Vedri aus Spanien. Beyer gewann den Spurt aus einer kleineren Gruppe um Platz drei. „Das ist doch ein sehr vergnüglicher Abschluss einer langen Bahnphase“, sagte der Berliner, der zuletzt beim C1-Rennen in Wien, der EM in Apeldoorn, den Sixdays in London sowie bei den beiden Weltcups in Minsk und Glasgow am Start war. Neben Bronze im Scratch sprang noch EM-Bronze im Madison zusammen mit Theo Reinhardt heraus. „Ich hätte mir gewünscht, dass es insgesamt noch etwas besser gelaufen wäre“, sagte der 25-Jährige, der sich nun auf eine Pause zuhause bei der Familie freut und voraussichtlich bei den Sechstagerennen im Januar auf die Holzpiste zurückkehren wird.

Im Madison der Frauen zeigten Franziska Brauße und Lisa Klein (ÖSchelbronn/Erfurt) erneut Fortschritte, hatten aber mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun und belegten mit fünf Punkten den neunten Platz. In einem von Stürzen geprägten Rennen siegte Australien (40). Im Omnium der Männer erreichte Roger Kluge aus Berlin bei seiner Rückkehr auf die Bahn den 17. Platz. „Ich hatte hier noch nicht viel erwartet, trotzdem ist das Ergebnis natürlich nicht zufriedenstellend“, sagte er.