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Männer-Vierer verbessert erneut Rekord / Platz vier in Brisbane

Der Vierer fährt von Rekord zu Rekord. © UCI
Der Vierer fährt von Rekord zu Rekord. © UCI

Brisbane. Der deutsche Männer-Vierer hat am Freitag beim Weltcup in Brisbane den vierten Platz in der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung belegt. Felix Groß (Leipzig), Leon Rohde (Wedel), Domenic Weinstein (Villingen) und Theo Reinhardt (Berlin) unterlagen im Finale um die Bronzemedaille in 3:54,497 Minuten gegen die Schweiz (3:50,495). In der ersten Runde verbesserte die Mannschaft von Bundestrainer Sven Meyer zum vierten Mal in diesem Winter den deutschen Rekord. Das Quartett steigerte im Anna-Meares-Velodrom die Bestmarke um 0,143 Sekunden auf 3:51,165 Minuten. In der Qualifikation kam auch Nils Schomber (Neuss) zum Einsatz. Der Sieg ging an Weltmeister Australien (3:49,776).

„Das Ergebnis ist nochmal richtig, richtig stark“, sagte Bundestrainer Sven Meyer. Da seit dem Weltcup-Sieg in Hongkong die Qualifikation für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in Tokio quasi geschafft ist, nutzte er den Aufenthalt an der „Gold Coast“, um schon mit der Vorbereitung für die Weltmeisterschaft in Berlin (ab 26. Februar) zu beginnen. „Wir waren hier nur zweimal auf der Bahn, sind viel Straße gefahren, um wieder Grundlage zu legen“, erklärte er. Das kleine Finale gegen die Schweiz sei dann ein Testlauf unter Wettkampfbedingungen gewesen. „Die Jungs haben sich ein sehr gutes Grundniveau erarbeitet. Auch mit der Art und Weise, wie wir gefahren sind, können wir sehr zufrieden sein. Richtung WM muss die 3:50 Minuten fallen – das haben wir auf jeden Fall drauf“, erklärte Meyer.

Das deutsche Männer-Quartett hat sich seit dem Herbst 2018 (3:55,303, Paris) damit um mehr als vier Sekunden verbessert. Über die EM Apeldoorn (3:53,974), Weltcup Minsk (3:52,685) und Weltcup Hongkong (3:51,298) steigerte die Mannschaft die Bestmarke in „Down Under“ auf 3:51,165. Das Niveau in der Mannschaftsverfolgung ist aber diesen Winter weltweit extrem nach oben gegangen. Mit Neuseeland (Bestzeit: 3:48,244), Australien (3:48,282), Dänemark (3:48,762), Italien (3:49,464), Schweiz (3:49,982) und Großbritannien (3:50,900) waren sechs Nationen schneller. Insgesamt gab es 22 (!) Zeiten, die unter 3:51,165 Minuten lagen.

Der Frauen-Vierer mit Charlotte Becker (Berlin), Katharina Hechler (Oberhausen), Lena Charlotte Reißner (Gera) und Laura Süßemilch (Ravensburg) belegte in 4:25,430 Minuten den siebten Platz. Die erste Reihe um Europameisterin Franziska Brauße (Öschelbronn) und Lisa Brennauer (Durach) befindet sich derzeit in einer Wettkampfpause. Den Sieg holte sich ebenfalls Weltmeister Australien (4:13,237). Sprinterinnen und Sprinter sind beim fünften von sechs Weltcups in Australien nicht am Start.