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Emma Hinze sorgt mit dritter Goldmedaille für krönenden Abschluss der Heim-WM

Keirin-Weltmeisterin Emma Hinze © UCI
Keirin-Weltmeisterin Emma Hinze © UCI

Berlin. Wie die WM begonnen hat, so endete sie: mit einem Sieg von Emma Hinze. Nach ihrem Erfolg am Mittwoch zusammen mit Pauline Grabosch (Erfurt) und Lea Sophie Friedrich (Dassow) im Teamsprint, ihrem Sieg im Sprint am Freitag siegte die 22-Jährige auch im Keirin. Die Cottbuserin übernahm früh die Spitze und fuhr einem überlegenen Erfolg vor Hyejin Lee aus Korea und Stephanie Morton aus Australien entgegen.

„Ich habe meinen Physiotherapeuten gebeten, mich mal zu kneifen. Ich glaube, ich werde noch Tage brauchen, zu realisieren, was ich hier erreicht habe. Das Finale nur 20 Minuten nach dem Halbfinale war richtig richtig hart, aber irgendwie konnte ich noch Kräfte freisetzen“, freute sich die 22-Jährige nach der Siegerehrung. Sie habe sich vor der Entscheidung um die Medaillen keinen Druck gemacht. „Aber jetzt, zu wissen, dass es das höchste ist, was ich bei einer WM erreichen kann, einfach Wahnsinn.“

Im Madison der Männer dominierten von Anfang an die Dänen Michael Mörkov und Lasse Norman Hansen und sicherten sich mit 62 Punkten souverän das WM-Trikot. Platz zwei belegte Neuseeland (33). Mit einem fulminanten Schlusspurt von Theo Reinhardt gewann das deutsche Duo mit Roger Kluge die letzte Wertung und kam mit 32 Punkten noch auf den dritten Platz. Die 4800 Zuschauer feierten die Doppel-Weltmeister wie nach einem Sieg.

„Diese Medaille haben wir definitiv gewonnen“, war Roger Kluge nach dem Ziel erleichtert, dass es doch noch zum Podium reichte und nahm auf der Zielgeraden Glückwünsche von seiner Lebensgefährtin Judith, Familie, Freunden und 150 Gästen seines Rennstalls Lotto Soudal entgegen. „Es war ein definitiv sehr hartes Rennen“, sagte Teamkollege Reinhardt, „aber das Publikum hat uns wahnsinnig unterstützt. Grandios, was hier heute los war,“ freute sich der Berliner  nach seiner vierten WM-Medaille im Madison. 2013 in Minsk hatte der 28-Jährige ebenfalls schon Bronze gewonnen.

Im Sprint der Männer verteidigte der Niederländer Harrie Lavreysen seinen Titel und wurde nach Teamsprint und Keirin zum dritten Mal Weltmeister von Berlin. Im Finale bezwang der ehemalige BMX-Fahrer seinen Landsmann Jeffrey Hoogland. Dritter wurde Azizulhasni Awang aus Malaysia. Stefan Bötticher aus Deutschland belegte den sechsten Platz.

Im Punktefahren der Frauen siegte zum zweiten Mal nach 2017 Elinor Barker aus Großbritannien mit 50 Punkten. Silber ging an Jennifer Valente aus den USA (34), Bronze an Anita Yvonne Stenberg (33): Deutschland hatte keine Starterin.